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Meine LieblingsSorten

Die Qual der Wahl kann einen an unseren Setzlingsm√§rkten durchaus √ľberkommen. Die Auswahl an Sorten und Arten ist einfach riesig. In den zw√∂lf Jahren, in denen ich nun schon bei ProSpecieRara arbeitet, konnte ich sehr viele ihrer Sch√ľtzlinge pers√∂nlich kennenlernen. Gerne verrate ich euch hier ein paar meiner Favoriten.

Wildegg, Wil, Weggis, Chur, Z√ľrich, Bern,Lausanne, Lugano ‚Äď schon die Liste der ProSpecie-Rara-Setzlingsm√§rkte ist lang. Noch l√§nger und vielf√§ltiger ist die Liste der dort angebotenen Arten und Sorten. Da kann man leicht den √úberblick verlieren und neben der Faszination f√ľr die Vielfalt schwingt manchmal wohl auch die Sorge mit, etwas zu verpassen. Grunds√§tzlich rate ich dazu, Vielfalt anzubauen. Einerseits m√∂glichst unterschiedliche Arten, aber auch innerhalb der Art verschiedene Sorten. Denn niemand kann vorhersagen, wie der Sommer wird. Wird er heiss und trocken, funktionieren andere Sorten bzw. Arten gut, als wenn er feucht und k√ľhl wird. Je vielf√§ltiger man anbaut, desto kleiner ist die Gefahr eines Totalausfalls.

Die opulenten Bl√ľten der Artischocke sind eine Augen- und Bienenweide.

Artischocke im Sonnenbeet

Wer in einer sonnigen, gut ged√ľngten Gartenecke rund einen Quadratmeter Platz hat und dort nicht zahlreiche verschiedene Pflanzen anbauen m√∂chte, f√ľr den ist die Artischocke das Richtige, beispielsweise die ‚ÄėGr√ľne aus Laon‚Äô Im Setzlingsstadium ist die Artischocke zwar ziemlich beliebt bei Schnecken und muss entsprechend gesch√ľtzt werden. Ist sie jedoch gut angewachsen und hat sich entwickelt, kommt sie Jahr f√ľr Jahr wieder. Und jedes Jahr kann aufs Neue entschieden werden, ob man die Bl√ľtenknospen als Gem√ľse ernten oder sie in Bl√ľte gehen lassen m√∂chte. √úber den Winter sollte die Pflanze jedoch mit Tannen√§sten etwas gesch√ľtzt werden. Nah verwandt und einfacher zu √ľberwintern ist der Kardy, von dem nicht die Bl√ľtenb√∂den, sondern die gebleichten Blattst√§ngel gegessen werden. Auch diese Rarit√§t ist an unseren Setzlingsm√§rkten zu finden.

Die Zucchetti ‚ÄėStriata d‚ÄôItalia‚Äô geh√∂rt wegen ihrem dekorativen √Ąusseren und dem leckeren Aroma zu Mira Oberers Favoritensorten.

Die beste Zucchettisorte

Zucchetti sind auf jeden Fall dankbare Gew√§chse. In gut ged√ľngtem Boden versorgen sie uns den ganzen Sommer und Herbst √ľber mit vielseitig verwertbaren Fr√ľchten. Es lohnt sich, mindestens zwei Zucchettipflanzen anzubauen. Denn das optimiert die Befruchtung der Bl√ľten und nur nach einer erfolgreichen Befruchtung entsteht auch eine Zucchetti. Man kann problemlos zwei verschiedene Sorten anpflanzen ‚Äď solange man kein Saatgut ernten m√∂chte (dieses w√§re dann verkreuzt.) Meine Lieblingssorte ist die ‚ÄėStriata d‚ÄôItalia‚Äô. Mit ihren hellen L√§ngsstreifen ist sie h√ľbsch anzusehen und ich finde sie auch leckerer als andere Sorten, denn sie ist leicht s√ľsslich. Ich schneide sie gerne in rund f√ľnf Millimeter dicke L√§ngsscheiben, bestreiche diese mit Oliven√∂l, salze sie und brate sie im Ofen. Ganz anders verwende ich die Fr√ľchte der ‚ÄėTondo Chiaro di Nizza‚Äô. Sie macht runde, hellgr√ľne Zucchetti und eignet sich deshalb sehr gut zum F√ľllen. Man kann sie jeweils in der Gr√∂sse ernten, die einem f√ľrs angedachte Gericht gerade zusagt ‚Äď von tennisball- bis melonengross.

Bezeichnend an der K√ľrbissorte ‚ÄėCanada Crookneck‚Äô ist ihr langer ¬ęHals¬Ľ, der oftmals gekr√ľmmt ist, was auch im Sortennamen Eingang gefunden hat (engl. f√ľr ¬ęgebeugter Hals¬Ľ).

Mein Lieblingsk√ľrbis

In die gleiche Familie wie die Zucchetti geh√∂ren auch die K√ľrbisse. Dort wiederum wird zwischen Garten-, Riesen- und Muskatk√ľrbissen unterschieden. Ich bin grosser Fan der Muskatk√ľrbisse (sie werden auch Moschusk√ľrbis genannt). Die Butternuss ist die bekannteste Vertreterin dieser Familie. Mein Favorit ist jedoch der ‚ÄėCanada Crookneck‚Äô, eine der √§ltesten K√ľrbissorten √ľberhaupt, die schon 1828 in Amerika angeboten wurde. Es wird heute angenommen, dass diese Sorte eine Vorg√§ngerin der heutigen ‚ÄėButternuss‚Äô ist. Ich mag die leicht cremige Konsistenz des Fleisches, das weder fasrig noch grob ist. Sie eignet sich perfekt f√ľr Suppen oder gebraten im Ofen. Schlendert also mit offenen Sinnen durch die Setzlingsm√§rkte und pickt euch die Trouvaillen f√ľr euren Garten heraus!

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